Tag Archives: Marshall McLuhan

Der digitale Souverän (III)

Ob das Internet jemals ein regelloser Raum war, sei einmal dahingestellt. Gedacht aber war es wohl anfänglich in der Tat für eine Art Naturzustand – einen apokalyptischen allerdings. 1957, die Sowjets hatten soeben den ersten Satelliten in die Erdumlaufbahn geschossen und damit bewiesen, dass sie einen nuklearen Erstschlag ausführen konnten, rief die besorgte Regierung Eisenhower

It’s complicated – Ein Glück!

Was der US-Autor Jonathan Franzen auf einer einsamen Insel über das Internet lernt.

Die Autoren Jonathan Franzen und David Foster Wallace waren Freunde. Gemeinsam hatten sie die Bekämpfung der Einsamkeit des modernen Individuums zur Aufgabe der Literatur erklärt – auf einem leeren Parkplatz in Upstate New York, dem Symbol par excellence für die Entfremdungen des Spätkapitalismus.

Whitmans Wunderkabel, oder: Was sucht die Seele im Internet?

Der amerikanische Dichter Walt Whitman war ein begeisterungsfähiger Mensch. Mit einem für das 19. Jahrhundert typischen Fortschrittsoptimismus feierte er nicht nur die transkontinentale Eisenbahn, sondern bedachte auch den Telegraphen, der die Menschen der alten und neuen Welt minutenschnell näher zueinander brachte, mit hymnischen Worten. Ein modernes Wunder sei diese Technologie, schrieb Whitman in Passage to